Janine & Tom Plüss

el fuego por viajar

  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size

Das Finale....

24. Februar - 22. März 2011

 

Durch Andalusien über Barcelona nach Frankreich, das Heimweh wurde stärker und das Tempo beschleunigte sich... Am 22. März radelten wir über die heimischen Grenzen, ein herrliches Gefühl machte sich in uns breit und wir genossen den Augenblick, die erste Migros und Genf!

Davor wurden wir noch mit viel kleinen und grossen Ereignissen überrascht und die Fahrt durch Europa war alles andere als Langweilig.

Mit dem Velo durch Andalusien malerische Städchen

Zurück in Spanien freuten wir uns auch sprachlich wieder verstanden zu werden. Die gute Infrastruktur Europas ermöglichte uns viele gute Erfahrungen mit warmshowers.org. So genossen wir sehr liebenswürdige Gastfreundschaft in Ayamonte, Huelva und Sevilla und hatten die Gelegenheit Südspanien aus dem Blickwinkel von Einheimischen kennenzulernen.

Ankunft in Huelva

Kurz vor Granada holten uns dann Michi und Romain ein, welche sich in der Zwischenzeit ein Veloträger gekauft haben und gabelten uns mitten auf der Landstrasse auf. Nun rasten wir zu viert im Büssli durch die schöne Landschaft von Andalusien. Gemeinsam besuchten wir die El Chorro-Schlucht, den Torcal von Antequera und die malerische Stadt Granada. Unsere Wanderpläne fielen buchstäblich ins Wasser und in den darauf folgenden Kilometer Richtung Norden überholten uns eine Regenfront nach der anderen. Der Büssli-Rücksitz erwies sich definitiv bequemer als der verregnete Velosattel. :)

Büssli vollbepackt Torcal de Antequera Felsformationen im Torcal Granada

4 Tage in Barcelona und 3 davon im strömenden Regen, das muss uns erst mal einer nachmachen. Laut Einheimischen regnet es eigentlich nie!?

In Südfrankreich trennten sich unsere Wege wieder, da wir unsere letzten Velokilometer noch geniessen wollten. Die Motivation liess aber schnell nach, als wir ins Rhonetal einbogen und der Mistral uns in die andere Richtung schob, als uns das Heimweh zog.

Die Entscheidung war schnell gefällt und wir sassen im Zug von Montelimar nach Lion - welch Erfindung: Zug fahren!

Ein kleiner Kulturschock hatten wir dann aber schon, nicht weil die Landschaft so schnell an uns vorbeizog, sondern weil viele nervöse Businessleute auf ihren Smartphones herumtöggeleten und mit ihrem Tunnelblick an uns vorbeiguckten.

Von Lyon aus wagten wir uns nochmals aufs Velo und nahmen die letzten 200 Kilometer unter die Räder. Unsere letzte Übernachtung im Ausland genossen wir in einem schlossähnlichen, altherrschaftlichen Haus, 10 km vor der Schweizer Grenze. Dort besuchten wir einen Velotour-Kollegen, den wir ein Jahr zuvor in Argentinien angetroffen haben. - Ein lustiges und herzliches Wiedersehen.

Letzte Übernachtung im Ausland

Am Dienstag, 22. März war es so weit: Nach 9187 Velokilometern betraten wir erstmals wieder heimischen Boden. Total unspektakulär an einem innerstädtischen, nicht bemannten Grenzübergang. ohne Anstehen, ohne Stempel und kaum beachtet. Aber wir genossen den Moment, suchten die nächste Swisscom-Kabine auf und vertelefonierten unser letztes Euro-Münz mit unseren Müttern.

Bald bald über der Grenze GenfZugfahre mit de SBB Jepiii

Wir danken euch allen, dass ihr uns auf unserer Reise begleitet, mitgefiebert und mitgefreut habt. Wir haben die kürzeren und längeren Austausche mit euch immer sehr geschätzt.

Bis bald

Janine und Tom.