Janine & Tom Plüss

el fuego por viajar

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Weihnachten in Patagonien

Wir haben uns vorgestellt, dass Weihnachten auf der Südhalbkugel im T-Shirt, in Flip-Flops und in der Sonne gefeiert wird. Aber alles kam anders...

 

Als wir Anfang Dezember in Bariloche losgefahren sind, deutete noch alles auf sommerliche Weihnachten hin, denn wir hatten zwei Wochen lang viel Sonne und wenig Niederschlag. Weihnachtsstimmung war nur an den wenigen, kitschigen Lämpchen und an den Plaschtik-Christbäumchen erkennbar.

 

Tag für Tag strampelten wir uns weiter südwärts. Dabei nahmen die Weihnachtsbeleuchtungen und die Niederschlagsmenge zu und die Temperaturen ab.

Unsere Weihnachtsesel

Ein Tag vor Weihnachten hatten wir die Bescherung: Das bekannte Regengeräusch auf dem Zelt hörte sich erstaunlich sanft an. Draussen erwartete uns eine frischverschneite Landschaft; gemessen ca 6 cm - gefühlt ca 15 cm. Wir räumten erstaunt unsere Sachen zusammen, klopften unseren Drahteseln den Schnee vom Leder und pflügten uns bis zur Strasse durch. Der glitschige, nasse Belag auf der Strasse erfreute uns nicht gerade, was wohl unseren Gesichtern abzulesen war. In diesem Moment hielten zwei Weihnachtsengel im 4WD-Truck an und fragten uns, ob sie uns ein Stück weit mitnehmen sollten. Dankbar nahmen wir den Lift unter die Schneegrenze an und konnten zwei Stunden später in einem kleinen Hostel unseren klammen Finger an einem geheizten Ofen wärmen und die durchnässte Ausrüstung trocknen. Bereits am Nachmittag zeigte sich die Sonne wieder und erfreute unsere Gemüter.

Das launische Wetter Patagoniens uns tatsächlich weisse Weihnachten.

Als Abrundung erreichten wir am Weihnachtsabend den tausendsten Kilometer seit Bariloche...

Frisch verschneit - wer wohnt wohl hier?