Janine & Tom Plüss

el fuego por viajar

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Titicacasee

Unsere vorerst letzte Velo-Etappe führt uns aus La Paz heraus, zum tiefblauen Titicacasee. Dort überqueren wir zuerst die Grenze nach Peru und anschliessend die Haupt-Cordillera der Anden, sodass wir schlussendlich in der Vulkanstadt Arequipa ankommen.

so blau blau blau

so kitschig...

Ohne grossen Aufwand rollten wir in zwei Tagen zum Titicacasee, von welchem wir mit seiner intensiven Farbe empfangen wurden. In Copacabana nahmen wir uns Zeit, die Isla del Sol zu besuchen und wanderten einen Tag lang über diese sagenumwobene Insel, welche für die Inkas als die Geburtsstätte der Sonne galt.

wandern auf der Isla del sol

Am nächsten Tag spielten an der WM Schweiz gegen Chile - etwas enttäuscht vom Resultat (0:1) nahmen wir anschliessend den Weg zur Grenze unter die Räder. In Peru empfiengen uns einige Strassenköter, welche uns besonders gern erschreckten. Wegen eines aprupten Bremsmanövers verursachten wir tatsächlich einen gegenseitigen Auffahrunfall. Der Köter verzog sich, doch Janine hat bis heute Knieschmerzen vom Aufprall.

Grenze Bolivie nach Peru

In den folgenden Tagen zeigte sich das Ufer des Titicacasee von allen Seiten und im schönsten Licht.

In Juliaca zweigten wir Richtung Westen ab - vor uns lag die Überquerung der Anden. In Sta. Lucia geraten wir mitten in das Dorf-Geburtstags-Fest. Wir finden nur eine ausgesprochen rudimentäre Absteige, welche akkustistisch nur äusserst marginal vom Dorfplatz-Lärm abgeschirmt war. Dafür gab's in der Dorfbeiz gutes und günstiges Essen. Als einzige Weisse weit und breit sorgten wir für eine weitere Attraktion am Dorffest. ;-)

alltägliches Bild auf den Strassen von Peru

Über den Andenpass (4500 m.ü.M) überquerten wir endlose Weiden von Llamas und Vicuñas und schreckten einige Flamencos aus ihrer Mittagsruhe auf. Die stillen Bergdörfer entlang des Weges boten wenig Unterhaltung - zu Beginn der Abfahrt sorgte dann dafür das Hinterrad von Janine's Velo für Aufregung: Nach dem zweiten Plattfuss war die Diagnose klar: auch hier einen ähnlichen Felgenbruch, wie wir bereits von La Paz her kannten.  ..und dies vor einer 2000 Höhenmeter langen Abfahrt - da wird man erfinderisch. Mit frischem Felgenband, etwas Klebband und einem Stück altem Schlauch brachten wir das Rad wieder so weit, dass es wir die Abfahrt fortsetzen konnten und auch die letzten 100 km gut überstanden.

mind. 3h  Abfahrt liegen vor uns

Erleichtert kamen wir in der Stadt Arequipa an genossen ein paar Tage das urbane Leben und das angenehm warme Klima.


Arequipa; viele weisse Gebäude & viele VW Käfer